Kollagen beim Pferd – Fundament für Sehnen, Bänder und Gelenke
- vor 4 Tagen
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Sehnen, Bänder und Gelenke tragen täglich enorme Lasten. Jeder Schritt, jede Wendung, jede Trainingseinheit fordert Stabilität, Elastizität und strukturelle Belastbarkeit im gesamten Bewegungsapparat.
Ein zentraler Baustein dieser Stabilität ist Kollagen, denn es ist das am häufigsten vorkommende Protein im Körper des Pferdes.
Doch was genau ist Kollagen?Warum spielt es eine so entscheidende Rolle für die Gesundheit des Pferdes?Und wann kann eine gezielte Unterstützung sinnvoll sein?
Was ist Kollagen beim Pferd eigentlich genau?
Kollagen ist das wichtigste Strukturprotein im Körper. Es bildet das Gerüst vieler Gewebe und sorgt für Zugfestigkeit, Formstabilität und Widerstandskraft.
Im Pferdekörper findet sich das Protein unter anderem in:
Sehnen
Bändern
Gelenkknorpel
Faszien
Knochen
Haut
Vor allem Sehnen und Bänder bestehen überwiegend aus kollagenen Fasern. Diese sind parallel angeordnet und darauf ausgelegt, enorme Zugkräfte aufzunehmen.
Je besser organisiert und aufgebaut diese Fasern sind, desto belastbarer bleibt das Gewebe.

Die Darstellung dient zur Veranschaulichung der wichtigsten Strukturen und stellt kein medizinisches Detailbild dar.
Kollagen im Sehnen- und Bandapparat
Sehnen übertragen Muskelkraft auf den Knochen.
Bänder stabilisieren Gelenke und führen Bewegungen.
Beide Strukturen müssen:
hohe Zugkräfte abfangen
elastisch reagieren
Spannungen weiterleiten
mikroskopische Schäden reparieren
Das gelingt nur mit einem stabilen kollagenen Fasergerüst.
Ein entscheidender Punkt:Sehnen- und Bandgewebe besitzen eine vergleichsweise geringe Durchblutung. Dadurch verlaufen Regenerationsprozesse langsamer als im Muskelgewebe.
Das bedeutet:
Strukturelle Anpassungen benötigen Zeit – besonders bei:
intensiver Trainingsbelastung
schnellen Trainingssteigerungen
jungen Pferden im Aufbau
älteren Pferden
Rehabilitationsphasen
Eine stabile Kollagenstruktur bildet hier die Grundlage für langfristige Belastbarkeit.
Kollagen und Gelenkgesundheit
Auch im Gelenk spielt Kollagen eine zentrale Rolle. Studien zeigen den Verlust an Kollagen etwa 1% pro Jahr.
Der Gelenkknorpel besteht aus einem kollagenen Netzwerk, das dem Gewebe Form und Stabilität verleiht. Dieses Netzwerk bindet Wasser und ermöglicht die stoßdämpfende Funktion des Knorpels.
Ohne ein intaktes Kollagengerüst kann der Knorpel seine mechanische Aufgabe nicht erfüllen.
Eine stabile Struktur unterstützt:
gleichmäßige Druckverteilung
Stoßabsorption
Belastungsresistenz
langfristige Beweglichkeit
Gerade bei sportlich geführten Pferden ist dieses Gleichgewicht entscheidend.
Kollagen im faszialen Netzwerk
Auch Faszien bestehen größtenteils aus kollagenen Strukturen. Sie verbinden Muskeln, Sehnen und Gelenke zu einem funktionellen Spannungsnetzwerk.
Im Sinne tensegraler Prinzipien bedeutet das:
Spannung wird im Körper nicht isoliert gespeichert, sondern über ein System aus Zug- und Druckelementen verteilt.
Die Qualität der kollagenen Fasern beeinflusst daher nicht nur einzelne Strukturen, sondern das gesamte Bewegungsmuster.
Wann kann eine Unterstützung sinnvoll sein?
Wichtig ist: Kollagen entsteht nicht „über Nacht“. Strukturelle Anpassungen sind langsam – insbesondere in Sehnen- und Knorpelgewebe.
Eine gezielte Unterstützung der kollagenen Struktur kann insbesondere sinnvoll sein bei:
hoher Trainingsbelastung
Wachstum
intensiven Aufbauphasen
bekannten Schwachstellen im Bindegewebe
älteren Pferden
Rekonvaleszenz
Dabei ersetzt kein Ergänzungsfuttermittel eine durchdachte Trainingssteuerung oder ausreichend Regeneration.
Vielmehr sollte eine Nährstoffunterstützung als Baustein im Gesamtkonzept betrachtet werden.
Ganzheitliche Betrachtung statt Einzelstoff
Kollagen bildet das strukturelle Fundament des Bewegungsapparates. Doch Stabilität entsteht immer im Zusammenspiel von:
Belastungssteuerung
Trainingsqualität
Regeneration
Stoffwechsel
gezielter Nährstoffversorgung
Wer langfristige Bewegungsqualität erhalten möchte, sollte diese Faktoren nicht isoliert betrachten.
Fazit
Kollagen beim Pferd ist ein zentraler Bestandteil von Sehnen, Bändern, Knorpel und Faszien. Seine Qualität beeinflusst maßgeblich Stabilität, Elastizität und Belastbarkeit des gesamten Bewegungsapparates.
Gerade in Phasen erhöhter Beanspruchung kann eine gezielte Unterstützung der strukturellen Bausteine sinnvoll sein – eingebettet in ein durchdachtes Trainings- und Regenerationskonzept.
Denn nachhaltige Gesundheit beginnt im Verständnis der Zusammenhänge.
Wenn du mehr über eine ganzheitliche Unterstützung für Gelenke, Sehnen und Bänder erfahren möchtest, findest du weitere Informationen hier auf meiner Seite.


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